Cistus (ladanifer)

Cistus ätherisches Öl

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Sie soll die Rose von Sharon aus der Bibel sein. Es gibt 24 Arten in der Gattung „Cistus“. Im Sommer tritt bei Sonneneinwirkung ein öliges Harz (Labdanum) aus den Blättern und Zweigen verschiedener Arten der Zistrose aus. Dieses Harz enthält ätherische Öle, welche wie die Pflanze selbst, eine heilende Wirkung haben sollen. Aus dem Labdanum wird dann durch Wasserdampfdestillation das Labdanumöl gewonnen, das auch in der Parfumindustrie Verwendung findet. Cistus-Öl hat einen weichen, honigartigen Duft. Im Mittelmeerraum gibt es eine jahrtausendealte Anwendungsgeschichte, so wurden mit dem Öl Könige und Priester gesalbt. Ladanum war früher ein geschätztes Wundheilmittel und zugleich nutzt man das Cistuskraut als Tee oder Sud bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen. In den letzten 10 Jahren wurde insbesondere die Pflanzenart „incanus“ wissenschaftlich untersucht.

Wirkstoffe und Wirkung

  • Alphapinen (40-60%)
  • antioxidativ, ORAC 38.650 TE/L
  • antibakteriell, antiviral (z.B. Papillomavieren bei Warzen), antifungizid
  • stark blutstillend und geweberegenerierend
  • beruhigend und stimmungsaufhellend, entkrampfend

Cistus ist ein beruhigend und stimmungsaufhellend wirkendes Öl, da es das sympathische Nervensystem unterstützen kann und deshalb tragend bei der Meditation und Entspannungstherapie eingesetzt wird. Traditionell wird das Öl zur Unterstützung der Atemwege und zur Immunstärkung verwendet.

Bei eitrigen und schlecht heilenden Wunden wird es häufig zur Geweberegeneration eingesetzt, aber auch bei Lymphdrüsenschwellung oder Infektionserkrankungen wie Röteln, Scharlach und Keuchhusten kann es sehr hilfreich sein.

Besonderheiten: Eine Studien des LEFO- Institutes für Lebensmittel und Umweltforschung in Ahrensburg ergab, dass die antioxidative Wirkung von Cistus incanus, durch den extrem hohen Polyphenolgehalt, dreimal so stark ist, wie die des Grünen Tees und viermal so stark wie die von Rotwein.

Weitere Untersuchungen konnten belegen, dass die Polyphenole in Cistus helfen können, giftige Schwermetalle, aus Zigarettenrauch oder Zahnfüllungen, aus dem Körper auszuleiten. Bei den Folgeerkrankungen eines Zeckenbisses wie Borreliose und FSME wird mit Cistus incanus oft eine hilfreich, unterstützende Wirkung erreicht.

Kombination: Weihrauch, Lavendel, Geranie

Herkunft: Frankreich, Spanien

Gewinnung: Dampfdestillation aus den Zweigen

Anwendungen:

Duft: ca. 20 bis 30 Minuten vernebeln zur Stärkung des Immunsystems, zur Abwehr von Krankheitskeimen oder zur Beruhigung des Nervensystems.

Massage: 2-4 Tropfen auf die gewünschte Stelle auftragen und einmassieren, bei Blutungen direkt auf die Wunde geben.

Kosmetik: einige Tropfen in Creme bei Akne, Entzündungen, Neurodermitis, Schuppenflechte

Achtung: Cistusöl wird auch zur innerlichen Anwendung empfohlen, allerdings nicht in der Schwangerschaft verwenden oder unbedingt Rücksprache mit einem Arzt halten!

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Wichtiger Hinweis:

Alle Angaben auf meiner Internetseite wurden nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig recherchiert. Trotzdem können genannte Wirkungen nicht garantiert werden oder sind teilweise wissenschaftlich nicht bewiesen. Für Inhalte empfohlener Literatur übernehme ich keine Haftung. Die Produkte aus empfohlenen Bezugsquellen sind nicht zur Behandlung von Krankheiten bestimmt. Bitte beachten Sie die Anwendungsrichtlinien für ätherische Öle sowie die Hinweise des Herstellers. Bei ernsten gesundheitlichen Problemen suchen Sie bitte immer erst Ihren Arzt auf. Bei Schwangerschaft ist es generell ratsam vor Anwendung ätherischer Öle mit dem Arzt zu sprechen!